Leitbild Coach BVDN

Psychische Probleme am Arbeitsplatz sind nicht grundsätzlich auf Arbeitsplatzkonflikte zurückzuführen – es kann auch umgekehrt bzw. eine Kombination dieser sich wechselseitig beeinflussenden Faktoren sein. Der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) hat die Initiative „Coach BVDN“ gegründet, die Unternehmen zum Thema psychische Gesundheit berät. Psychiater und Neurologen können in einer Zusatzausbildung zum „Coach BVDN“ verschiedene Kompetenzen erlernen, um die ärztliche Arbeitsweise zu ergänzen und so optimale Behandlungsmaßnahmen bei Patienten mit psychischen Problemen im Arbeitsleben anbieten zu können – v. a. auch in Zusammenarbeit mit Unternehmen. Weitere Angaben zur Ausbildung gibt es hier: http://www.bvdn.de/bvdn-themen/coach-bvdn.html

Powerpoint-Karaoke

Menschen mit Redeangst sollten sich ihren Ängsten stellen, um negative Erwartungen überprüfen und v. a. positive Erfahrungen sammeln zu können. Reduktion von Sicherheitsverhalten und Selbstaufmerksamkeit ist die Devise nach dem bewährten Konzept von Clark & Wells… Wie aber praktisch umsetzen? Ein (einstudiertes) Referat vor dem Therapeuten halten? Das wäre nicht nur zeitraubend, sondern äußerst alltagsfern. Wie wär´s mal damit: empfehlen Sie doch Ihren Patienten Karaoke-PowerPoint! Die Idee: zu einer völlig unbekannten Präsentation spontan referieren, Spaßfaktor garantiert! Und ganz nebenbei Redeängste abbauen…
http://www.kapopo.de/

Stadt, Land, Was kann ich gut?

Ressourcenorientierung ist eine schulenübergreifende Grundhaltung, die sich an den Stärken und Kompetenzen der Klientinnen und Klienten orientiert. Für die Arbeit folgt daraus die Herausforderung, Gespräche so zu führen, dass die Expertise für das eigene Leben bei den Klient*innen bleibt!
Diese „zurückgelehnte“ Haltung einzunehmen ist allerdings gar nicht so einfach… Am ifR Hamburg wird diese Haltung vorrangig in Workshops zu lösungsfokussierter Therapie und seit jüngerer Zeit auch narrativer Therapie vermittelt. Beide Verfahren haben ein postmodernes, sozial-konstruktionistisches Fundament und gehen also davon aus, dass es nicht die eine richtige Lösung gibt, sondern sehr individuelle Ideen und Wege, nach denen man fragen muss. Außerdem betrachten beide Verfahren eben nicht das Problem, sondern den Menschen bzw. seine Wünsche. Das neue Jahresprogramm erscheint im Laufe des Oktobers.
Wer Interesse hat, insbesondere die lösungsfokussierten Ideen schonmal spielerisch und sehr einfach auszuprobieren, das ifR vertreibt unter ressourcenkram.de auch Material, und gibt gratis ein „Stadt, Land, Was-kann-ich-gut?“ heraus, zu finden unter www.ifrhamburg.de/material

„Nur wenn ich immer alle Details erledige, werde ich ein perfektes Ergebnis erzielen.“

Eine häufige Grundüberzeugung perfektionistischer Patienten, die in vielen Fällen zum größten Zeitfresser wird. Natürlich könnte man sie in der Therapie mittels sokratischen Dialogs hinterfragen. Man könnte aber auch einfach das sogenannte Pareto-Prinzip veranschaulichen (wie bspw. hier: http://www.studienstrategie.de/zeitmanageme…/pareto-prinzip/) und dabei wertvolle Sitzungszeit sparen

Amoklauf: Therapeuten haften nur für Behandlungsfehler, die kausal für die Tat sind

Wieviel Mitschuld haben Therapeuten eigentlich, wenn ihre Patienten Verbrechen begehen? Diese Frage tauchte in den vergangenen Monaten schon einige Male in den Medien auf. Ein aktuelles Gerichtsurteil entschied recht liberal in dieser Hinsicht, aber eine gute Behandlung und Dokumentation bleiben zentral, um sich als Therapeut vor späteren Problemen zu schützen:
https://www.aerzteblatt.de/…/Amoklauf-Therapeuten-haften-nu…